Freistellen geht nicht mit mFT! Oder doch?

Die Sensorgröße ist eines der meistdiskutierten Themen in Fotoforen. Und eines, dass die Knipsfreunde regelmäßig den Boden der sachlichen Diskussion verlassen lässt und zu nicht selten zu polischen Kleinkriegen führt.

Eines der Hauptargumente der Großsensor-Fetischisten gegen das microFourThirds-System ist die fehlende Freistellmöglichkeit. Aber stimmt es, das man mit mFT-Kameras darauf verzichten muss, Bilder mit cremiger „out-of-focus area“ zu produzieren. Schauen wir uns ein paar Beispiele an.

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G.A.S.-Opfer: Kurioser Therapieansatz macht Hoffung

G.A.S. (gear acquisition syndrome – dt.: Ausrüstung-Anschaffungssyndrom AAS) ist eine ernsthafte Erkrankung, über die erstmals 1996 in Musikerkreisen berichtet wurde (hier der Originalartikel). Schnell breitete sich die hochinfektiöse Zwangsstörung auch im Fotografenumfeld aus.

Leitsymptome sind Dissatisfaktion, Novelty Seeking und Oniomanie mit erheblichen psychologischen, psychosozialen und sozio-ökonomischen Folgeerscheinungen. Zusätzliche Belastungen aufgrund des Rechtfertigungsdrucks im familiären und medialen Umfeld sind häufig die Folge. Differenzialdiagnostisch ist G.A.S. oft schwer von Systemwechselitis und Morbus Upgrade zu unterscheiden. Experten halten alle drei Formenkreise für Erscheinungsbilder der gleichen Grunderkrankung.

Insider gehen davon aus, dass ca. 25% der Hobbyfotografen von diesen Krankheitsbild betroffen sind. Unter Usern einschlägiger Fachforen im Internet soll die Prävalenz sogar bei über 50% liegen. Auch der Autor dieser Zeilen litt jahrelang unter dieser grausamen Erkrankung. Doch diese Leidenszeit ist vorbei. Eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Eigentherapie brachte den Heilungserfolg, der auch für die unzähligen anderen G.A.S. Opfer neue Hoffnung birgt. G.A.S.-Opfer: Kurioser Therapieansatz macht Hoffung weiterlesen

„Magic bullet“ gesucht

Rodinal, D-76, Emofin, A49, Microphen, Caffenol, Pyrocat, ID-11, Diafine usw. usw.

Wer Schwarzweißfilm entwickeln möchte, steht zunächst einmal vor der Wahl des „richtigen“ Entwicklers. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Neben zahlreichen kommerziellen Produkten, sind die einschlägigen Foren voll mit Erfahrungsberichten über selbstgebraute Rezepturen.  Die schillerndsten Vertreter sind sicher Caffenol (Instantkaffee mit Vitamin C und Soda) sowie dessen Derivate auf Basis von Tee (Teeol), Wein (Weinol), Harn (Urinol) und anderen Köstlichkeiten.

Während bei letztgenannten der Spaß und die Experimentierfreunde meist wichtiger als die Ergebnisse sind, befassen sich auch viele Hobbylaboranten mit Entwicklerrezepten, die v.a. hochwertige Negative liefern sollen. Wobei hier die Komplexität schon beginnt. Welchen Parameter möchte man optimieren? Kornstruktur, Empfindlichkeitsausnutzung, „Cremigkeit“ der Tonwerte, Preis pro Filmentwicklung oder, oder, oder…?

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One roll of film challenge

von Stefan Löber

In Zeiten der Digitalfotografie und des nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehenden Speicherplatzes fühlt fast niemand mehr die Notwendigkeit, seinen Auslösefinger unter eine strenge Kontrolle zu stellen. Von einem Wochenendtrip nach Barcelona oder Prag kehrt der Hobbyfotograf gerne mit 500-1.000 Bildern zurück, die im Nachgang mühsam auf eine leichter verdauliche und präsentable Zahl einkondensiert werden müssen. Getreu dem Motto „spray & pray“ finden sich dabei oft bis zu zehn Varianten des gleichen Motivs auf der Speicherkarten. Desweiteren jede Menge „random shots“, die eigentlich direkt nach der (missglückten) Aufnahme hätten gelöscht werden müssen.

onerolloffilm

Was wäre nun, wenn dem Fotograf nur eine einzige Rolle Kleinbildfilm zur Verfügung gestanden hätte? Sicher wären die „Klicks“ nicht so gedankenlos ausgelöst worden. Schafft es der Digicam-verdorbene Knipser überhaupt noch, wie in alten Zeiten vor jedem Bild inne zu halten und Motiv, Komposition und Bildaussage kritisch zu hinterfragen.

Die vom Autor initiierte One Roll of Film Challenge soll das zeigen.

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